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Characteristics of Tetraodon cutcutia

Tetraodon cutcutia

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7 Pictures of this fish from our forum users

scientific name

Tetraodon cutcutia

German Name

Gemeiner- oder Glühaugenkugelfisch

English Name

Ocellated pufferfish

First characterisation

1822 von Hamilton

Identification

Fish size

~ 15 cm

Watertype

Freshwater

temperature

24 °C - 28 °C

Fishfood

snails
small crustacean

Basin size

110 imp.gal.

Howto

Der wissenschaftliche Name dieser Art „cutcutia“ (gemein, einfach) wird ihrem Äußeren eigentlich nicht gerecht. Während der Fisch schon in der Normalfärbung eine recht hübsche Färbung und Zeichnung zeigt, gehört er in seiner Drohfärbung, die er mit mehreren Artgenossen gehalten sehr häufig zeigt, unserer Meinung nach zu den am schönsten gefärbten Süßwasserkugelfischen.
Wäre nicht das Problem seiner auch für Kugelfische recht starken innerartlichen (und auch anderen Arten gegenüber gezeigten) Aggressivität, er wäre sicher schon einer der Bestseller unter den Kugelfischen geworden. So ist er nach wie vor aber eher eine Rarität in den Aquaristikläden, ab und an aber auf den Listen der Raritätenhändler zu finden.
Die starke innerartliche Aggressivität ist dann auch das größte Problem bei der Haltung dieses Fisches: Hält man die Fische zu mehreren nicht in ihrer Größe (bis zu knapp 10 cm) nach vergleichsweise sehr großen Becken, ist der Tod mindestens der schwächsten Exemplare vorprogrammiert. Dabei ist die Aggressivität in dieser Form nicht unbedingt von Anfang an gegeben, sondern kann sich auch erst nach einigen Wochen einstellen. Drei von uns gehaltene Exemplare lebten einige Wochen zusammen in einem ca 160 l messenden Becken. In dieser Zeit kam es zwar zu dem für die meisten Kugelfische (vor allem beim neuen Einsetzen) üblichen Drohen und leichtem Beißen, doch nicht zu schlimmeren Verletzungen. An einem Tag plötzlich töteten aber zwei der Exemplare den Dritten und verstümmelten ihn völlig. Einige Tage später bissen sich die beiden übrig gebliebenen so stark, dass der eine sofort an den Verstümmelungen starb. Auch der andere trug dabei aber so schwere Verletzungen davon, dass er einige Tage später an den Folgen starb.
Eine Vergesellschaftung mit artfremden Fischen ist von uns nicht versucht worden, doch läßt das gierige Fressen selbst etwas größerer toter Fische darauf schließen, dass auch dies eher problematisch verlaufen könnte. In der Literatur über diese Art wird dies zudem bestätigt. Selbst Becken mit 240 l sind daher unserer Meinung nach für die Haltung von zwei bis drei Exemplaren zumindest risikoreich. Hier und auch in größeren Becken ist mehr noch als bei vielen anderen Kugelfischarten auf starke und viele Sichtbarrieren aus Wurzeln, Steinen und Pflanzen zu achten.
Als Futter gilt das für solche Arten übliche, nämlich kleine Schnecken an erster Stelle und alles an Frost- und Lebendfutter, das die Kleinen gerne zu sich nehmen.
Diese Art ist schon sehr früh nachgezogen worden. Die Fische laichen dabei auf flachen Steinen. Das Männchen betreibt bis zum Schlüpfen der Jungen Brutplege. Die Jungtiere sollen sich die ersten Tage nach dem Freischwimmen in Gruppen bewegen. Gefüttert wird zuerst mit Staubfutter und dann mit Cyclops.
Dazwischen frisch geschlüpfte Artemia zu füttern, scheint angebracht.

 

Haltungs- und Zuchtbericht von Bernd:

 

Anfang Juni 2007 kaufte ich 4 Tetraodon cutcutia- Wildfänge. Sie waren zwischen 4-5 cm lang, ziemlich abgemagert und wiesen erhebliche Bissverletzungen an den Flossen auf. Ich setzte die Tiere in ein 500l- Becken (200x50x50) ein. Das Aquarium ist stellenweise dicht bepflanzt (Cryptocorynen, Vallisnerien, Javafarn, Ceratophylum, Wasserlinsen). Es gibt zahlreiche Höhlen und Unterstände aus Treibholz und Steinen. Alle nicht beschatteten Flächen sind mit Grünalgen überwachsen. Der Bodengrund besteht aus Rheinsand. Gefiltert wird mit einem 1000l Aussenfilter über Filterschwamm und Tonröhrchen. Das Becken wird nicht beheizt, aber die Raumheizung und die Beleuchtung sorgen für Temperaturen von 23 °-30 ° C. Das Wasser (nicht aufbereitetes Leitungswasser) hat die Werte: pH 7,7, GH 14 °, Nitrat ca. 40 mg/l.
In dem bereits seit einem halben Jahr eingefahrenen Becken befanden sich eine grosse Population Macrobrachium „assamensis“, der Ringelhandgarnele und Endlerguppies in allen Altersstufen. Die T. cutcutia fühlten sich in dem Aquarium sichtlich wohl. Sie waren trotz der zahlreichen Verstecke oft zu sehen und recht schwimmfreudig. Meine Erwartung, dass sie die Jungen der Garnelen und Guppies fressen würden, erfüllte sich nicht, ich konnte nie beobachten, dass sie ein Jungtier erbeuteten. Bei den Guppies stellte ich aber bald Bisswunden in den Flossen fest. Als ich die Guppies mit Hafttabletten fütterte, richteten die Kugelfische ein Massaker an: Die Guppies verloren alle Vorsicht und die Kugelfische bissen wahllos in das Gewimmel, die verletzten Tiere aber wurden blitzschnell aufgefressen.
Da ich im Sommer über reichlich Lebendfutter und auch in der Natur gesammelte Schnecken verfügte, gediehen die T. cutcutias sehr gut. Problematisch war die Futterkonkurrenz durch die Mitbewohner: Die Schnecken wurden von den Garnelen geholt, alles was schwimmt von den Guppies.
Schon nach etwa drei Wochen entdeckte ich, dass einer der Kugelfische, der nicht mehr zum Fressen erschien, ein Gelege bewachte. Das Gelege befand sich auf einem Blatt einer grösseren Cryptocoryne etwa 10 cm über dem Grund. Die hell-beigen, transparenten Eier waren etwa 1 mm gross und dicht an dicht auf einer Fläche von ungefähr 2,5 cm Durchmesser angeheftet. Der brütende Fisch, ein Männchen, wie ich mittlerweilen gelesen hatte, hatte fast Körperkontakt zu dem Laich. Er fächelte den Eiern Wasser zu, sich nähernde Fische oder Garnelen wurden attackiert. Wenn Schnecken in der Nähe des Geleges erschienen, fraß das Männchen sie, kehrte dann aber sofort zurück.
Im laufe einer Woche wurden die Eier immer dunkler, das Männchen brütete zuverlässig weiter. Als ich meinte, in den nun golden-braunen Eiern die Augen der Larven zu sehen, schnitt ich das Blatt mit dem Gelege ab und gab es in einen vor den Filterauslass gehängten Kescher. Durch die Bewegung schlüpften die Larven sofort, es waren etwa 100.
Die Larven setzte ich in ein 40l Aquarium mit Wasser aus dem grossen Becken. Nach zwei, drei Tagen, als die Kleinen anfingen rumzuschwimmen, bot ich ihnen gesiebtes Tümpelfutter an. Die Futtertiere waren zwischen 0,18 mm und 0,3 mm groß, was ich aufgrund der Maschenweite der Siebe wusste. Diese Absiebung war aber offensichtlich noch zu gross, die Jungen frassen nicht. Erst eine Absiebung die durch das 0,18 mm Sieb passierte, und die ich dann mit einem Kaffeefilter auffing, wurde gefressen. Nach wenigen Tagen war diese kritische Phase aber beendet.
Letztendlich gelang es mir 14 Jungfische aufzuziehen.Verluste gab es durch Beissereien ab ca. 1 cm Grösse. Die Jungen wuchsen unterschiedlich schnell . Es gab immer Einige, die fast doppelt so gross waren wie die Kleinsten. Wenn ich diese abgab, wuchsen ein paar andere schnell nach.
Die grossen Tiere laichten noch mehrmals ab, sowohl in der gleichen Pflanze als auch auf Steinen. Die Gelege auf den bodennahen Steinen waren offensichtlich gegen die Garnelen nicht zu verteidigen und verschwanden immer schnell. Die Larven die im Gesellschaftsbecken schlüpften verschwanden auch immer.
Leider gingen mir nach und nach drei der Wildfänge ein. Der verbliebene Fisch ist nun fast 7 cm lang und lebt mit 4 Nachzuchttieren zusammen, von denen das Grösste etwa 4 cm lang ist. Bisher gibt es keine Probleme mit innerartlichen Aggressionen zwischen den Generationen.

 

Last updated:

17-12-2007 18:13

Created:

12-04-2007 14:13

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